Kimchi Jjigae – 김치 찌개
Am Wochenende habe ich von meiner Mutter wieder eine große Ration Kimchi bekommen. Das habe ich gleich als Anlass für meinen zweiten Versuch vegetarische Kimchi Jjigae zu kochen genommen. Mein erster Versuch ist leider etwas lasch geworden, deshalb habe ich das Rezept vor ein paar Monaten doch nicht gepostet. Der Eintopf wird traditionell mit (fettigem) Schweinefleisch gemacht; diesen Geschmack muss man natürlich irgendwie substituieren. Deshalb wird der Eintopf bei mir nun großzügig gesüßt, die Ladung Sesamöl am Ende hebt auch noch einmal den Geschmack von allen Zutaten und hinterlässt einen vollmundigen Geschmack. Besonders gut schmeckt der Eintopf auch, wenn er eine Nacht durchgezogen ist. Alle genannten „exotischeren“ Zutaten findet man in jedem lokalen Asiamarkt. Dort hatte ich auch diesen festeren Seidentofu gekauft, man kann aber auch normalen Tofu verwenden.
Kennt ihr schon meine Rezepte für Kimchi Pfannkuchen sowie Kimchi grilled Cheese Sandwich?
Das Rezept reicht für 2-3 Portionen.
Zutaten:
Brühe
750ml Wasser
6 Shiitake Pilze, getrocknet
1 Blatt Kombu Alge
+
1 Zwiebel, rot
1 Stück Ingwer, klein
2 Zehen Knoblauch
2 Stangen Frühlingszwiebeln
2-3 EL Maissirup, Mulyeot (alternativ brauner Zucker)
2 EL Fischsoße, bei Bedarf vegan
1-2 EL Sesamöl, geröstet
1 EL Sojasoße
1 TL Gochugaru, koreanische Chiliflocken
1 TL Gochujang, koreanische Chilipaste
Einlage
200g Kimchi, gut gereift
200g Seidentofu
200g Pilze (Shimeji, Enoki)
Zubereitung:
Für die Brühe Wasser in einem Topf mit den Shiitake Pilzen und dem Kombu Blatt aufkochen lassen. Danach von der Herdfläche ziehen und abkühlen lassen. Das Kombu Blatt entsorgen und die Shiitake Pilze in Scheiben schneiden, für später beiseite stellen.
Den Kimchi in mundgerechte Stücke schneiden; den Tofu in kleine Scheiben schneiden; die Pilze putzen und ebenfalls in mundgerechte Stücke zupfen.
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken. Von der Frühlingszwiebel nur den weißen Teil ebenfalls fein hacken, den grünen Teil in Ringe schneiden, für die spätere Deko aufheben. Die Aromaten nun in einer großen Pfanne mit reichlich neutralem Speiseöl anbraten. Danach Gochugaru, Gochujang und die Shiitake Pilze dazugeben und kurz anrösten. Die Pfanne nun mit der Brühe ablöschen und den Kimchi hinzufügen. Mit Sojasoße und Fischsoße und Maissirup abschmecken. Achtung, wenn brauner Zucker verwendet wird, weniger verwenden, da der Maissirup (Mulyeot) eine geringere Süßkraft hat als herkömmlicher Zucker.
Die Pfanne einmal aufkochen lassen, danach die Hitze reduzieren und Pilze sowie Tofu hinzufügen. Für weitere 5 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss das Sesamöl einrühren und mit Frühlingszwiebeln garnieren. Bei Bedarf mit etwas Salz nachwürzen; abhängig davon wie salzig der verwendete Kimchi ist.
Tipp: Als Sättigungsbeilage nehme ich gerne die Nudeln von einer Packung Instant Ramen und lasse sie in der Suppe kurz mit köcheln.
Disclaimer: Ich ernähre mich pescetarisch, daher verwende ich herkömmliche Fisch- und Austernsoße. Beides gibt es im Asiamarkt auch als vegane Version zu kaufen. In meinem Guide für asiatische Soßen findest du hierzu nähere Infos.
