vegan: Vietnamese Banh Bao

Meine Mutter ist seit geraumer Zeit einer internationalen vietnamesischen Kochgruppe auf Facebook verfallen. Die Community bringt ihr viel Freude, sie hat angefangen sich intensiv mit der traditionellen vietnamesischen Küche zu beschäftigen. Zeitweise produzierte sie Unmengen von den Teigtaschen „Banh Bao„, leider berücksichtige sie dabei selten meine Vege- bzw. Pescetarismus. So aß ich meistens nur die Hülle, die vergleichbar mit einer Dampfnudel bzw. Germknödel ist. Anlässlich des Geburtstages von meiner Freundin L. hatte ich die Gelegenheit sie selbst zu machen, natürlich mit fleischfreier Füllung :-).

Meine Mutter schwört auf irgendwelche Geheimrezepte mit Vorteig und sonstigen Zaubereien, da ich aber auf etwas blogkompatibles zurückgreifen wollte, habe ich im Internet recherchiert. Dort fand ich auf vielen englischsprachigen Blog die Kombination aus 500g Mehl und 200ml Flüssigkeit. Leider habe ich ein Händchen dafür, Hefeteige zu zerstören und war schon recht skeptisch. Und da war der Betonklotz auch schon geboren. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie alle aus dieser Mischung einen flaumigen Teig herstellen konnten! Beim zweiten Teigansetzen haben ich 260ml Sojamilch hinzugegeben, empfehle aber lieber sogar 300-350ml! Koriander gehört traditionell nicht dazu, ich hatte aber Lust darauf :-).

Zutaten:
Teig
500g Mehl
300-350ml Sojamilch
40g Frischhefe
3TL Zucker
1TL Salz

Füllung
125g Sojagranulat oder Sojawürfel
125g Zwiebel, fein gehackt
150g Karotten, geraspelt
50g Frühlingszwiebeln
75g Glasnudeln „Mien“
60g Mu-Err-Pilze
3EL Öl, neutral
2EL Sojasoße
2EL Hoisinsoße
1EL Liquid Smoke (optional)
1 TL Sirachasoße (optional)
Pfeffer
Salz

Zubereitung:
Die Füllung kann bereits einige Stunden zuvor oder auch am Vorabend gemacht werden. Das Sojagranulat in der dreifachen Menge kochendes Wasser + 1EL Sojasoße einweichen. Sollte ihr kein Sojagranulat zur Hand haben, können auch Sojaschnetzel/Sojawürfel nach dem Einweichen in der Küchenmaschine zerkleinert werden, das hat denselben Effekt. Die Mu-Err-Pilze und die Glasnudeln werden ebenfalls separat in warmen Wasser eingelegt. Die Nudeln sind nach wenigen Minuten fertig, die Pilze brauchen eine guten halbe Stunde Einweichzeit. Die Pilze fein hacken und die Nudeln mit einer Schere in 1cm kurze Stücke schneiden.

Die Zwiebel fein hacken, mit etwas Öl in einer Pfanne glasig braten. Das Sojahack hinzufügen, mit Pfeffer, Sojasoße, Hoisinsoße und Liquid Smoke würzen. Als nächstes die geraspelten Karotten dazugeben, etwa 5 Minuten garen lassen. Zum Schluss kommen noch die Pilze und Glasnudeln hinzu, erneut 5 Minuten garen lassen. Die Frühlingszwiebelringe & Koriander habe ich erst kurz vor der Verwendung untergehoben.

Für den Teig die Hefe mit dem Zucker in der lauwarmen Sojamilch auflösen, für 5 Minuten gehen lassen. Dieses Gemisch mit dem Mehl und dem Salz zu einem Teig verkneten. An einem warmen Ort abgedeckt für 1-2 Stunden gehen lassen.

Nach der Ruhezeit den Teig kurz durchkneten und in 12-16 Teile aufteilen. Die Teigkugeln ausrollen mit 2-3EL Füllung befüllen und verschließen. Entweder die Naht nach oben fächerartig einschlagen oder nach Unten schließen, die Dumplings auf ein Stück Backpapier oder Pergamentpapier legen. Erneut für mindenstens 30 Minuten gehen lassen. In einen Dampfgarer oder Dampfgartopf bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten dämpfen, sie verdoppeln ihre Größe.

 

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3 Kommentare

  1. Ich glaube ich weiß, welche Kochgruppe gemeint ist x) … meine Mam war letzes Jahr auch total versessen nach dieser Gruppe.

    Was den Teig angeht erinnere ich mich noch, als meine Mam dass zu meinen Schulzeiten ausprobiert hatte und der Teig auch der herausfordernster Teil war.

    Werde auf jeden Fall mal deine Version versuchen :))))

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