It’s getting late but I don’t mind
Vor kurzem erhielt ich folgenden Kommentar:
“das meinst du nicht ernst, oder??
ich bin weiblich, genau in deinem alter und besitze 3 paar. davon sind 2 paar 3-4 jahre alt und eines 2.
nicht, daß ich es toll fände.
aber 17 paar und du nennst es normal bis wenig??? die meisten frauen die ich kenne, haben so einen “schuhladen” nicht.
ich möchte nicht wissen, wie du dich fühlst, wenn du mal eigenverdiener bist und dir sowas nicht mehr leisten kannst…lg”
Ich bin keineswegs böse deswegen, denke eher, dass es sich hierbei um ein Missverständnis handelt. Ellenlange Rechtfertigungen halte ich jetzt für unangemessen, aber hier eine kleine Klärung dieser Unannehmlichkeit. Alle materiellen Güter, die ihr auf meinen Blog findet, habe ich mir soweit selber finanziert (außer bei Geschenken) und nicht meine Eltern oder sonst irgendjemand. Seit Beginn meines 16. Lebensjahres habe ich neben der Schule gearbeitet, um mir vorallem den Führerschein zu bezahlen und unter anderen den “Luxus”. “Luxus” bedeutet nicht zwangsläufig teuer und extravagant, sondern die Wahl zu haben, das ist Luxus. So ziemlich alle Berufsfelder habe ich ausprobiert, vom gut bezahlten Hostessmodel, über Betreuung von alten behinderten Menschen bis zum schlecht bezahlten Tellerwäscher. Ich ziere mich vor nichts und kenne sehr gewiss den Wert vom Geld. Jeder ist einen anderen Lebensstandard gewohnt, dennoch halte ich es nicht für übertrieben, 17 Paar Schuhe zu besitzen, wenn man doch selber dafür (hart) gearbeitet hat. Schließlich hat doch jeder sehr wohl das Recht darauf, die Früchte seiner Arbeit zu ernten, oder etwa nicht? Natürlich bin ich meinen Eltern dankbar, dass ich trotz Vollendung des 18. Lebensjahr weiterhin ein Dach über den Kopf habe und dadurch vorallem die Möglichkeit habe, auf eine weiterführende Schule zu gehen. Doch irgendwo wird das ganze schon wieder privat und sollte nicht zum “Interessenfeld” meiner Leser gehören.
30 Kommentare 11. Oktober 2010








